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12. Vollversammlung

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Die 12. Vollversammlung fand im Sitzungsraum des Klostertaler Museum statt, beschäftigte sich mit dem Jahresabschluss 2006 und beschloß die lokalen Entwicklungsstrategien für das Regionalen Entwicklungskonzept leader13. Im Folgenden finden Sie die den Bericht des Obmannes und die in der Sitzung beschlossenen regionalen Strategien.

12. Vollversammlung

Klostertal Museum Wald am Arlberg

Bericht des Obmannes vom 24. Mai 2007

Geschätzte Mitglieder,

Ich nehme an, dass dies die vorletzte Vollversammlung in der laufenden LEADER+-Periode ist. Derzeit wird viel über die Zukunft nachgedacht - gleichzeitig stecken einige Projekte noch voll in der Realisierungsphase und sollen in den kommenden Monaten ihr erhofftes Ziel erreichen. Wie zu erwarten, befinden wir uns im klassischen Programmfinale. In dieser Phase sollten wir uns die Zeit gönnen zurückzuschauen, zu überlegen was sich denn wohl vom Ansatz her gegenüber der Startzeit verändert hat und es lohnt sich darüber hinaus nachzudenken und zu muten, was zum guten Gelingen beigetragen hat. Was ist der Know-how Gewinn und was soll damit tunlichst gepflegt und weiterverfolgt werden?

In Momenten, wo ich die Möglichkeiten hatte, andere Leader-Gebiete zu besuchen, habe ich gerne Vergleiche mit der unsrigen Situation angestellt. Dabei sind mir ein paar wesentliche Elemente aufgefallen, die sicherlich einen Beitrag zum Erfolg geleistet haben und ich heute hervorheben möchte.

Zusammenarbeit mehrer Talschaften:

Zu Beginn dieser Förderperiode waren wir selbst noch skeptisch, ob das wohl gut geht, wenn Wälder, Walser und Montafoner an einen Tisch kommen und zusammenarbeiten sollen. Denn es handelt sich durchaus um jeweils einen eigenen Menschenschlag und es sind Talschaften mit einer starken Identität.
Rückblickend gesehen, hat es sich gelohnt gemeinsam zu handeln, denn wir haben in regelmäßigen Sitzungen Erfahrungen ausgetauscht, konnten eine, so hoffe ich gute Gesprächskultur entwickeln und konnten dabei dennoch einen gesunden Wettbewerb der Projekte auf sportlichem Niveau erhalten. Durch die Zusammenarbeit konnten wir zudem erreichen, dass sich Interessenverbände, Landesorganistionen für unsere Arbeit interessieren, die sich Ihrerseits wieder verstärkt für den ländlichen Raum einbringen konnten. Die erfolgreichen Projekte der Holzbauer mit der Lehrlingsausbildung, die verstärkte Nutzung der heimischen Ressource Holz, das Tannenland laden direkt ein, in der Richtung weiterzuarbeiten und die Täler übergreifende Zusammenarbeit in der neuen Programmperiode in den Themen: Tourismus, Kulturlandschaft, Hanwerk und Energie zu übernehmen und verstärken. Ich würde mir wünschen, dass diese Ausgewogenheit in Zukunft zwischen Talschafts- und Landesbezug weiter gestärkt und für die regionale Entwicklung genutzt wird. Das können wir natürlich nur erreichen, wenn wir weiterhin gut zusammenarbeiten.

Zusammenarbeit mit den Landesstellen:

Ich habe schön öfter die gute Zusammenarbeit mit der SVL betont und möchte das wieder tun, denn bei der SVL laufen wertvolle Erfahrungen zusammen, die wir für die Arbeit gut gebrauchen können. Dank an der Stelle an Walter Vögel und Isabel Gapp für die Geduld, die fachliche Beratung und die Bereitschaft Sticheleien anzuhören und uns dennoch zu unterstützen. Als eine Besonderheit wird von Besuchern das Projekthearing mit den Fachabteilungen des Landes angesehen. Damit ist es unserer PVL gelungen, effizient Projekte zu beurteilen und die Projektträger fachlich zu beraten und ihnen Sicherheit mit auf den Weg zu geben. Das Verfahren gibt dem Projekt eine bestimmte Wertigkeit und ist daher psychologisch als auch inhaltlich ein wertvolles Element. Ich hoffe, dass wir auch dieses Element in ähnlicher oder abgewandelter Form in die neue Periode übertragen, möglicherweise noch stärker bei der Projektentwicklung einsetzen können.

Management:

Ein gut funktionierendes Management ist in jedem Betrieb ein entscheidender Erfolgsfaktor. Wenn wir Vergleiche anstellen, dann dürfen wir uns sehen lassen und ich denke, diese Professionalität sollten wir aufrechterhalten. Nicht zuletzt deshalb, da zu hören ist, dass im zukünftigen Programm einige Aufgaben mehr auf das LAG-Management zukommen. Mir scheint es auch wichtig zu sein, dass im Sinne der Projektträger die Abläufe stärker standardisiert und die Administration von Projekten stärker über das LAG-Management und dessen Verwaltung läuft, damit Projektträger entlastet werden und ein gewisses Qualitätsmanagement ermöglicht wird.

Finanzierung:

Das hängt natürlich auch mit dem Management zusammen, aber an der Stelle muss ich nochmals betonen, dass uns die Raiffeisenbanken Vorarlberg einen großen Dienst mit Ihrem Sponsoring der Zinsen erwiesen haben. Ohne Liquidität ist einfach kein ordentlicher Geschäftsbetrieb möglich. Ich habe auch in Schwarzenberg beim Leader13-Zukunftsforum darüber gesprochen und betont, dass derartige Kooperationen entscheidend für ein erfolgreiches Handeln sind und Partner die das tun auch und gerade dann berücksichtigt werden sollten, wenn ein Geben möglich ist. Ich spreche damit ganz einfach an, dass Gemeinden bei ihrer Finanzierung auch und im Besonderen regionale Bankinstitute berücksichtigen sollten. Nur ein ausgewogenes Geben und Nehmen lassen Regionalentwicklung, regionale Partnerschaften und regionale Wertschöpfung so richtig entstehen. An der Stelle einen recht herzlichen Dank an Dir. Wilfried Hopfner von den Vorarlberger Raiffeisenbanken. Dank an die Illwerke VKW für die Unterstützung in der Öffentlichkeitsarbeit.

Spätestens dann, wenn wir heute über das zukünftige LEADER-Programm und die Erarbeitung des regionalen Entwicklungskonzeptes sprechen, wird uns bewusst, dass wir uns in einer Umbruchsphase befinden. Auch wenn wir auf Grund veränderter Rahmenbedingungen Umstrukturierungen vornehmen müssen, so möchte ich gerade heute empfehlen, auf die Erfolgsfaktoren zu achten, das positive in die Zukunft zu übertragen. Diese Elemente sind für mich zusammengefasst:

  1. Die talschaftsübergreifende Zusammenarbeit mit gleichzeitig hohem Respekt der jeweiligen Besonderheit und Identität: - pflegen wir weiter die Kultur des „Wettbewerbs der Ideen“ und tauschen die gewonnen Erfahrungen aus – das ist unsere Stärke
  2. Die Einbindung der landesweiten Fachverbände in die regionale Entwicklungsarbeit
  3. Die Pflege der guten Zusammenarbeit mit den Landesstellen: - lasst uns deren Know-how für den ländlichen Raum nutzen
  4. Weitere Stärkung und Professionalisierung des Managements, der Verwaltung im Sinne der Projektträger: - lasst uns eine starke Servicestruktur für die ländliche Entwicklung weiter ausbauen
  5. Pflege und Ausbau regionaler Partnerschaften für die Finanzierung und für Projektsynergien: - lassen wir unsere Partner spüren, dass wir deren Leistung schätzen

 

Mit diesen Empfehlungen wünsche ich der weiteren Vorbereitung für die zukünftige LEADER-Periode gutes Gelingen.

Lokale Strategien

Die LAG Vorarlberg wählt alle vorgeschlagenen Grundthemen, ergänzt um das Leader-Thema „Gleichstellung“ und betrachtet die Themen als qualitative Merkmale eines jeden einzelnen Projektes:

  • Energie
  • Kooperation
  • Qualifizierung
  • neue Technologien


Die Auswahl begründet die LAG wie folgt.

Energie

Der ländliche Raum Vorarlberg bekennt sich zur Initiative des Landes „Energie Zukunft“ und ist bestrebt das Bewusstsein zum Thema Energie zu steigern, Energiesparmaßnahmen umzusetzen und die Produktion von Energie aus erneuerbaren Ressourcen massiv zu steigern.
In enger Zusammenarbeit mit den Energieorganisationen des Landes sollen Konzepte für Energiesparmaßnahmen umgesetzt werden.
Oberste Priorität haben dabei Investitionen für die Produktion von Energie spendenden Anlagen, die in Kooperation bzw. mit Bürgerbeteiligungen eingerichtet werden.
Projekt die zur Entwicklung des Energieclusters Vorarlberg beitragen sollen best mögliche Unterstützung durch das LEADER Programm erfahren.

Kooperation

Die Regionalplanungsgemeinschaften erkennen in der Vernetzung von Unternehmen, branchenspezifisch und sektorübergreifend, die Chance der wirtschaftlichen Entwicklung und neue Perspektiven zur Weiterentwicklung in Landwirtschaft, Handel, Gewerbe, Tourismus und im sozialen Umfeld sowie Kulturbereich.
Es werden Projekte angestrebt, die die regionale und überregionale Zusammenarbeit in der Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Produkten zum Gegenstand haben. Die Kooperation von Landwirtschaft und Tourismus ist im ländlichen Raum sehr wichtig.

Qualifizierung

Die Qualität von Produkten und Dienstleistungen setzt Know-how und damit die Qualifizierung voraus. Die Regionalplanungsgemeinschaften betrachten das Humankapital als zentrale Grundlage. Das Know-how lokalspezifischer Beschäftigungsbereiche soll durch überbetriebliche Bildungsmaßnahmen, durch gemeinsame Entwicklungstätigkeit und durch transnationalen Erfahrungsaustausch weiter gestärkt werden.

Neue Technologien

Innovationen, Flexibilität und der Umgang mit neuen Technologien sind unentbehrliche Marktvorteile, die best möglichst ausgereizt werden müssen. Der ländliche Raum Vorarlberg will sich verstärkt als Pilotregion für neue Entwicklungen und für Forschungszusammenarbeit zur Verfügung stellen.
In Kooperationsprojekten mit internationalen Forschungsinstituten und Landesorganisationen sollen Versuche zur Integration industrieller Komponenten in die handwerkliche Produktion, verstärkter IKT Einsatz im Tourismus und neue Formen und Methoden im Dienstleistungsbereich entwickelt werden. Ebenfalls sollen im Bereich Mobilität neue Modelle entwickelt und erprobt werden. Bei all den Maßnahmen wird jedoch darauf geachtet, dass nicht eine zwei Klassengesellschaft entsteht  und Menschen, die mit der eingesetzten Technologie nicht zu recht kommen, diskriminiert werden.

Sozioökonomische Entwicklung

Mit dem Leader-Programm soll verstärkt ein Ausgleich zu den Ballungsräumen geschaffen.
Im Vergleich zu Ballungsräumen hinsichtlich Erwerbstätigkeit, Dienstleistungsangebot, Bildungszugang, Breitband-Internet, Mobilität, Lebensraum der Gruppen (Frauen, Jugend, Alternde, Männer, Soziale Gruppen) müssen große Anstrengungen unternommen werden um einer Abwanderung aus den Tälern entgegenzuwirken. Dabei geht es nicht um eine Kopie des urbanen Raums, sondern um eine Art Ausgleich der Wertigkeit zum Erhalt der Lebensqualität für den ländlichen Raum. Dabei spielt die natürliche und vom Mensch gestaltete Landschaft, die Nutzung der kulturgeschichtlichen Ressource und das kulturelle Angebot eine wichtige Rolle.   (Siehe EU-Indikatoren für benachteiligte Gebiete)
Bei allen Überlegungen kommt der Gleichwertigkeit von Rahmenbedingungen für unterschiedliche Gruppen große Bedeutung zu. So sollen alle Projekte nach ihrer Wirkung hinsichtlich des sozioökonomischen Entwicklungspotentials bewertet werden.

Differenzierte Themen Vorarlberg

Vorhandene Leitbilder und Entwicklungskonzepte
Mit Ausnahme vom Grundthema Energie sind die im LE2007 bis 13 angeführten Themen, nämlich: Kooperation, Qualifizierung, Einsatz neue Technologie nahezu das Ziel aller Leader-Projekte. Werden die drei Letztgenannten noch mit dem Ziel der sozioökonomischen Entwicklung ergänzt, so stellen diese grundlegende Evaluierungskriterien von Leader-Projekten dar.

Lokale Strukturierung der Themenschwerpunkte - lokale Strategien

Um sicherzustellen, dass ein ganzheitlicher Entwicklungsprozess für den ländlichen Raum Vorarlbergs in Gang gesetzt wird, sind die zu bearbeitenden Themen zu strukturieren, Interessens- und Zielgruppenorientiert zu gestalten. Ausgangspunkt der Gliederung bildet die Erfahrung aus vergangenen Entwicklungsprozessen.
Zu erwähnen ist, dass  in jüngster Vergangenheit in den beteiligten Regionen  Leitbildprozesse stattgefunden haben, deren  Ergebnisse auch Ausgangspunkt für die REK-Inhalte bilden. Damit kann davon ausgegangen werden, dass das REK auf die lokalen Bedürfnisse, Erwartungen und Strategien ausgerichtet sind.

Die Themen des REK Vorarlberg

  1. Land-Forstwirtschaft, Kulturlandschaft
  2. Wirtschaft, Tourismus
  3. Raumentwicklung, Infrastruktur, Mobilität
  4. Soziales und Gesellschaft
  5. Bildung Kultur
  6. Erneuerbare Energie

 

T1. „Land-Forstwirtschaft, Kulturlandschaft, Naturschutz“

Strategie

LEADER Projekten sollen für die wirtschaftliche Nutzung natürlicher Ressourcen der Land und Forstwirtschaft,  der Umwelt sowie der Wasserwirtschaft neue Impulse liefern und gleichzeitig einen Beitrag zur Pflege der Kulturlandschaft leistet.

In LEADER Projekten soll das Bewusstsein und die Eigenverantwortung für die Natur- und Kulturlandschaft auf breiter Basis gestärkt werden. Um in der Umsetzung unterstützend zu wirken, sollen Managementstrukturen aufgebaut und konsensorientierte Planungen und Begleitungen durchgeführt werden.Die Projekte müssen eine starke sektorübergreifende Komponente aufweisen, so z.B.: Landwirtschaft-Tourismus; Tourismus-Handwer-Kultur, oder Landwirtschaft-Erholungsraum-Energie-Tourismus, usw.

Mit dem Leaderprogramm wird auf gute Vorzeigebeispiele gesetzt, also Projekte, die Pilotcharakter haben und zur Verbreitung anregen.
Herausforderungen:

  • Die Eigenverantwortung im Zusammenhang mit der Kulturlandschaft stärken
  • Die Existenz und die Wirtschaftlichkeit der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe durch eine konstruktive Zusammenarbeit mit den Nutznießern der Natur- und Kulturlandschaft (Wohnbevölkerung, Tourismus, Freizeitwirtschaft und Gewerbe) weiter sichern
  • Die Wirtschaftlichkeit landwirtschaftlicher Betriebe sichern, die Umwelt schonen und die natürlichen Ressourcen für die Herstellung regionaler Produkte und für die Energiegewinnung nutzen
  • Synergiebringende, umweltschonende Erschließung der Landschaft für die Alp- und Forstwirtschaft,  Tourismus und Energienutzung betreiben
  • Tragfähige Kooperationen (echte Verbünde, Marken) vom Erzeuger zum Konsumenten, bzw vom Land-Forstwirt zum Gast bzw zum Konsumenten

Projekte:
Alpwirtschaft, Forstwirtschaft, Erschließungswege, , Managementstrukturen 

T2. „Wirtschaft: Tourismus und Gewerbe“

Strategie

Durch überbetriebliche Innovationswerkstätten soll die Entwicklungstätigkeit und die Kooperation von KMU’s und Forschungseinrichtungen in der ländlichen Region angeregt werden.
Projekte, die sich der Kooperation für eine bessere und überbetriebliche Ausbildung verschrieben haben bilden wertvolle Ansätze für die zukünftige Entwicklung einer Region (komplementär zu T4)
Projekte, die einen nachhaltigen Tourismus und die Kooperation zwischen Landwirtschaft und Tourismus unterstützen sollen Teil des LEADER Programms sein (komplementär zu T1). Generell stellen Projekte mit sektorübergreifenden Ansätzen bevorzugte LEADER-Projekte dar.
Wichtig sind Projekte, die der Vernetzung dienen; dabei ist es unerheblich, ob der Cluster in der betreffenden Region sich entwickelt oder einzelne Unternehmen sich überregional einbringen.
Herausforderungen:

  • Kooperationen zwischen Tourismus und Landwirtschaft bilden und nachhaltig entwickeln
  • Sektorübergreifende Zusammenarbeit als Potential für eine regionale wirtschaftliche Entwicklung erkennen und erschließen
  • Berührungsängste mit Forschungseinrichtungen abbauen
  • Sich gegenüber neuen Services und Dienstleistungsformen öffnen und deren Chancen erkennen
  • Informations- und Kommunikations Techniken (IKT) als Instrument für Organisationsoptimierung, Wissensaustausch, Vernetzung und Marktnähe erkennen und gezielt nutzen

Projekte:
Nahversorgung, Urlaub am Bauernhof, Regionale Marken, Bio-Cooperationen, Betriebskooperationen

T3. „Raumentwicklung, Infrastruktur, Mobilität“

Strategie

Mit der Umsetzung des LEADER Programms soll der Bewegungs- und Aufenthaltsraum für die verschiedenen Bevölkerungsgruppen und für Gäste ausgebaut werden. Dabei kommt der Gestaltung dörflicher Freiräume eine große Bedeutung zu.
Die Talschaften Vorarlbergs sind bereit, als Pilotregionen für neue Ansätze zur nachhaltigen Mobilitat zur Verfügung zu stehen und Projekte in der Richtung umzusetzen. Den Regionalplanungsgemeinschaften ist es wichtig, dass der Ausbau von Informations- und Kommunikationstechnologien im  ländlichen Raum forciert wird und dementsprechende Projektinitiativen folgen.

Herausforderungen:

  • Alltagstaugliche und benutzerfreundliche Aufenthalts- und Freiräume für alle Gesellschaftsgruppen im ländlichen Raum schaffen und gestalten
  • Bedingungen zu schaffen, welche die Lebensqualität erhöhen
  • Wege verbinden - passende Erschließungen schaffen

Projekte
Einarbeitung folgt

T4. „Bildung und Kultur“

Strategie

Wesentliche Grundlage für die Betriebsansiedelung ist regionalspezifisches Know-how. Projekte, welche die überbetriebliche Ausbildung in den regionaltypischen Berufen zum Gegenstand haben, sollen im Rahmen des LEADER Programms verstärkt umgesetzt werden. Dies gilt für Landwirtschaft, Tourismus, Handwerk und Dienstleistungen gleichermaßen.
Vielfach verfügt der ländliche Raum auch über ein kulturgeschichtliches Potential (durch frühe Besiedelung, frühere und nicht mehr genutzte natürliche Ressourcen z.B. Rohstofabbau, Wasserkraft usw.), das für die LE genutzt werden kann.

Kooperationen in den Bereichen Kultur und Bildung, sowohl auf örtlicher als auch überregional Ebene, mit den Hauptanliegen der Zusammenarbeit und gleichzeitig der Stärkung regionaler Identität sind für LEADER-Projekte geeignete Ansätze. Bei der Empfehlung zur Förderung wird auf die zumindest indirekte Beschäftigungswirkung eingegangen.

Herausforderungen

  • Impulse geben, um Kulturinitiativen in der Region zu fördern und ihre Existenz durch neuen Schwung sichern
  • Kooperationen im Kulturbereich schaffen und fördern, denen es ein Anliegen ist, Bestehendes aufzugreifen , weiterzuentwickeln und darauf aufbauend neue Initiativen und Angebote zu schaffen
  • Kultur und Bildung als Basis für eine starke regionale Wirtschaft und für vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten in der Region erkennen und nutzen

Projekte
Einarbeitung folgt

T5. „Soziales und Gesellschaft“

Strategie

Hohe Priorität haben Projekte, die innovative Modelle für die Altersvorsorge im ländlichen Raum, deren Entwicklung und vorbildliche Umsetzung zum Gegenstand haben.
Initiativen und Projekte sind zu unterstützen, die zur Gleichstellung von Personen unterschiedlichen Alters, Geschlechts und aus verschiedenen Gesellschaftsgruppen beitragen.
Herausforderungen:

  • Gleichstellung (Frauen, Jugend, Alter und Personen anderer Kulturkreise) und Integration sichern
  • Zum ländlichen Raum passende Konzepte zur Altersvorsorge und Betreuung finden
  • Nachteile die durch fehlende Infrastruktur entstehen, reduzieren
  • Die Kraft der soziokulturellen Entwicklung einer Gesellschaft (Betrieb, Gemeinde, Region) zum Ausdruck bringen und stärken 

Projekte
Einarbeitung folgt

T6. „Erneuerbare Energie“

Strategie

Unter dem Motto „Energie verbindet“ sollen dörfliche Gemeinschaften zum Vorbild im Umgang mit Energie werden. Mit Unterstützung von LEADER Projekten soll eine größtmögliche Energieautarkie in Dörfern des ländlichen Raums erreicht werden. Durch Initiativen und Projekte soll sich der ländliche Raum zunehmend als Energielieferant etablieren. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft, Tourismus, Energiewirtschaft und Landschaftsschutz sollen neue Zugänge zur Energiegewinnung erreicht werden

Herausforderungen:

  • Zum Vorbild im Umgang mit Energie werden
  • Größtmögliche Unabhängigkeit in der Energieversorgung erreichen
  • Sich zunehmend als Energielieferant etablieren
  • Energiespar- und Produktionsmeister zu werden

Projekte
Einarbeitung folgt